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Modul 6 – Sicherheit, Datenschutz & kritische Reflexion

🏠 Kursübersicht · Modul 6 von 8


🎯 Lernziele

Nach diesem Modul kannst du …

⏱️ Zeit: ca. 30 Minuten · Voraussetzungen: Modul 15


Warum dieses Modul wichtig ist

Vibe Coding ist niedrigschwellig – aber genau das ist auch die Gefahr: Man übernimmt Code, den man nicht vollständig versteht. Die wichtigste Kompetenz, die dieser Kurs vermitteln will:

Nicht blind vertrauen, was die KI ausgibt – sondern prüfen, hinterfragen und verbessern.


Datenschutz: Diese Regeln gelten immer

  1. Keine personenbezogenen Daten in Prompts. Niemals echte Namen, Adressen, Noten oder andere persönliche Daten in einen KI-Chat schreiben.
  2. Tools datenschutzbewusst wählen. ChatGPT und Claude sind US-Anbieter, DeepSeek (Weg A) ist ein chinesischer Anbieter – in allen Fällen werden Eingaben auf Servern außerhalb der EU verarbeitet. Für die schulische Nutzung ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig; prüfe DSGVO-konforme Alternativen (auch europäische Anbieter). Sensible Daten gehören ausschließlich in den Offline-Weg B (Ollama, Modul 2) – dort bleiben sie lokal auf deinem Gerät.
  3. Altersgrenzen beachten. ChatGPT: ab 13 Jahren (mit Elternzustimmung), Claude: ab 18. Für jüngere Lernende das KI-Tool nur über die Lehrkraft nutzen (Frontal-Demo).
  4. Keine sensiblen Dokumente hochladen. Keine Klassenarbeiten, Förderpläne, Elternbriefe.
  5. Keine Zugangsdaten oder API-Keys in Prompts schreiben.

Sicherheits-Checkliste für eigene Projekte

Hake das vor der Nutzung kurz ab:

Generierter Code kann versteckte externe Abhängigkeiten oder unsichere Praktiken enthalten. Vor dem Einsatz – besonders im Unterricht – immer selbst kurz testen.


Kritische Analyse von KI-Code

KI-Code sieht oft überzeugend aus – das heißt aber nicht, dass er gut ist. Diese Leitfragen helfen dir, ein Ergebnis einzuordnen:


🛠️ Praxis: Zwei Lösungen vergleichen

Lass dir dieselbe Aufgabe von zwei KI-Werkzeugen (oder zweimal mit anderem Prompt) lösen:

Schreibe ein Python-Skript, das ein sicheres, zufälliges Passwort erzeugt.
Erkläre kurz, wie sicher es ist und warum.

Vergleiche die beiden Ergebnisse anhand der Leitfragen:

💡 Worauf du achten kannst Ein sicheres Passwort-Skript nutzt in Python z. B. das Modul `secrets` (kryptografisch sicher), **nicht** das einfache `random`. Eine gute Antwort erklärt außerdem Länge und Zeichenvorrat. Wenn eine KI „random" benutzt oder die Sicherheit nicht begründet, ist Skepsis angebracht – ein gutes Beispiel dafür, dass plausibel aussehender Code nicht automatisch gut ist.

💡🎓 Hinweise

💡 Für Schüler: Frag die KI ruhig: „Ist dieser Code sicher? Was könnte schiefgehen?” – und prüfe ihre Antwort kritisch. Auch die KI kann sich irren.

🎓 Für Lehrkräfte: Dieses Modul deckt das Szenario „Medienkritische Analyse von KI-generiertem Code” ab (Oberstufe) und verbindet sich mit Ethik/Philosophie und Politik & Wirtschaft. Die Leitfragen eignen sich direkt als Diskussions- oder Arbeitsauftrag. Datenschutz sollte von Anfang an mitgedacht, nicht nachgereicht werden.


✅ Selbstcheck

1. Nenne drei Dinge, die niemals in einen KI-Prompt gehören.

Lösung Personenbezogene Daten (Namen, Noten, Adressen), sensible Dokumente (Klassenarbeiten, Förderpläne) und Zugangsdaten/API-Keys.

2. KI-Code läuft fehlerfrei. Heißt das, er ist sicher und gut?

Lösung Nein. „Läuft ohne Fehler" heißt nur, dass es keinen Absturz gab – nicht, dass der Code korrekt, sicher und sinnvoll ist. Man muss das Ergebnis inhaltlich prüfen (Leitfragen) und auf Sicherheitslücken achten.

3. Warum ist der Offline-Weg (Ollama) aus Datenschutzsicht interessant?

Lösung Weil das Modell lokal auf dem eigenen Gerät läuft – die eingegebenen Daten verlassen den Rechner nicht und gehen nicht an einen Cloud-Anbieter.

📋 Aufgaben

Abhaken speichert direkt in dieser Datei. In MindGraph Notes erscheinen diese Aufgaben automatisch im Tasks-Widget und am Fälligkeitstag im Focus. Übersicht & Kursfahrplan: Aufgaben.md.


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